Gelenkknochen
Die kleinen Knochen aus den Fuß- und Beingelenken von Schaf, Rentieren, Elch, Bär und anderen Tieren wurden schon in Urzeiten gerne als Schmuckanhänger oder zu Würfelspielen (Astragali) und zum Wahrsagen benutzt.
Ich liefere überwiegend Knochen von Rentier und Elch, wobei die größeren und sehr großen Gelenkknochen vom Elch besonders dekorativ und begehrt sind.
Auch hier besteht das Angebot aus reinweißen Knochen (also bereits mehrfach abgekocht und gereinigt), wie aus weitgehend unbehandelten, luftgetrockneten, aber relativ fleischlosen Knochen , die noch weiter bearbeitet werden sollten.
Dazu können Sie einen Lederbeutel aus Rentier- oder Rinderleder bekommen.
Andere Beinknochen und -bestandteile
Angeboten werden auch:
Hufklauen
Beinfelle
ganze, luftgetrocknete Mittelfußknochen im Fell mit Klauen von Rentieren
Die getrockneten Beinfelle mit anhängenden Klauen werden in Schweden mancherorts über oder neben der Eingangstür aufgehängt. Wie bei uns das nach oben offene Hufeisen soll dies Glück bringen.
Bearbeitungshinweise
Beim Kochen wird darauf geachtet, dass diese durch zu langes Auskochen nicht spröde werden. Während die Metapodien vom Ren sich recht gut auskochen lassen, verbleibt besonders in Knochen vom Elch im Inneren (bes. in der schwammartigen Substantia spongiosa) noch ein hoher Anteil an Mark und Fett. Sollen diese Knochen weiter verarbeitet werden (z.B. zu Ringen oder Nadeln) sollte zumindest einseitig ein Gelenkkopf abgesägt werden, damit Mark und Fett besser austreten können. (Der ebenfalls ausgekochte Gelenkkopf kann - je nach Größe - z.B. als Bleistifthalter etc. eingesetzt werden.
Sollen die Knochen sehr weiß weder, kann man sie entweder in der Sonne trocknen lassen oder gleich mit etwas Waschpulver kochen.
Rentier- und Elchknochen lassen sich einfacher bearbeiten (spalten und polieren) als Rinderknochen. Sie haben eine sehr glatte Oberfläche, sind durchgehen recht gleichmäßig dick.
Kiefer und Zähne
Besonders (Unter-)Kiefern und Zähne von Elch und Rentier habe ich häufig im Angebot. Kiefer sind lieferbar als Einzelstücke (halber Unterkiefer), paarweise oder „Zahnbrücken“ mit einem Rest Kiefer. Bei den Rentier-Unterkiefern als Fundstücke fehlen meistens die (vorderen) Schneidezähne. Gleiches gilt für Zähne der genannten Tiere.
Die riesigen Zähne vom Elch sind aus ausgesprochen dekorativ. Die Schneidezähne der Unterkiefer eigenen sich besonders gut für Verzierungen an steinzeitlicher Bekleidung oder als Halsschmuck.
Der ganze Kiefer wird gerne dazu benutzt, um daraus einen Messergriff, urzeitlichen „Totschläger“ oder ein Zeremonienutensil zu gestalten. Poliert, mit Rasseln aus Hufklauen und Federn verziert, sehen die Kiefer sehr schön aus.
Schädel
Die Schädel von Rentier und Elch finde ich gelegentlich bei ausgedehnten Wanderungen in Lappland, meistens jedoch handelt es sich um „präparierte“ Exemplare.
Die Präparation erfolgt ohne chemische Zusätze (außer etwas Waschpulver) durch
Trocknung (u.U. mit Fell)
Abkochen oder
mit Hilfe der Waldameisen
Besonders bei Fundstücken fehlt häufig der Unterkiefer, die Stücke können durch Tierfraß leicht beschädigt oder durch Witterungseinflüsse, Gerbstoffe, Gras und Moos verfärbt sein.
Das Präparieren eines Elchschädels ist sehr aufwendig und zeitintensiv.
Elchschädel werden daher i.d.R. nur bei Festbestellung mitgebracht.