Alle Sicheln sind selbst hergestellt. Das Holz ist geglättet, teilweise poliert, mit Leinölfirnis geölt und mit Lederschlaufe versehen. Einige der angebotenen Sicheln sind einseitig mit steinzeitlichen Motiven verziert, die mit in Fett vermischtem Rötel unterlegt sind.
Die Sicheln haben teilweise kleinere Riefen oder Kratzer. Diese wurden bewusst nicht weggeschliffen, damit die Artefakte nicht allzu perfekt aussehen und somit ihren steinzeitlichen Charakter behalten. Sie können auch einen Sichel - Bausatz erwerben. Dieser besteht aus
- vorbereitetem Sichelrohling (Kiefer oder Birke)
- doppelter Anzahl der nötigen Klingen (ca. 12-15)
- Fichtenharz zum Verkleben (ca. 100 Gramm)
- Retuscheur zum Schärfen (mit Renhornspitze)
- Schaber zum Schneiden und Glätten
Die Sichelrohlinge sind bereits weitgehend geglättet und können, wie sie sind, direkt bearbeitet werden. Sie müssen auf der vorbereiteten, inneren Seite lediglich noch eine ca. 3-4mm tiefe Rille zur Aufnahme der Klingen einritzen (entsprechend der Breite der stumpfen Seite der Klingen), das Harz verflüssigen, die Rille stückweise ausgießen und die Klingen nach und nach einsetzen. Sobald das Harz oberflächlich abgetrocknet ist und nicht mehr an den Fingern klebt, können Sie es formen (glätten, verdichten).
An Stelle von Harz können Sie auch den von mir meistens verwendeten, im äußeren Erscheinungsbild birkenpechähnlichen Kleber aus dem BAUHAUS verwenden (Schuhsohlenreparaturpaste).
Eine Tube reicht für 4 – 5 Sicheln.
Wenn Sie die Sichel verschönern wollen (polieren, verzieren, kürzen) empfiehlt es sich, dies vor dem Einsetzen der Klingen zu tun! Fertige Pfeile und Harpunen sind nur manchmal lieferbar; die dazu erforderlichen Mikrolithen immer. Funkenschläger, Messer, Schaber aus Feuerstein und Kiefernrinde Ich liefere
- scharfkantige Silexabschläge in Kiefernrinde geschäftet zum Funkenschlagen, als Messer oder Schaber
- andere Feuersteinbrocken zum Funkenschlagen
Die Bezeichnung „Feuerstein“ wird von manchen Menschen als irreführend bezeichnet, da „Feuerstein“ an sich natürlich kein Feuer erzeugt. Aber mit seiner Hilfe kann man Feuer machen, indem der äußerst harte Feuerstein an einem eisenhaltigen Material (Markasit/Pyrit) oder kohlenstoffreichem Stahl entlang geschlagen wird (oder umgekehrt).
Dabei werden feinste Partikel vom Stahl oder Markasit abgeschlagen und es entstehen durch die dabei erzeugte Reibungshitze - wenn man gutes Material hat - lang glühende Funken, die geeigneten Zunder zum Glimmen bringen. Entscheidend ist also nicht der „Feuerstein“ selbst , sondern, dass das „Schlagwerkzeug“ so hart ist, dass es von Stahl oder eisenhaltigem Gestein kleinste Stücke abtrennt. Genau so gut kann man also z.B. auch Achatbrocken nehmen (diese waren in unseren Breiten aber natürlich kaum zu finden und so wurde der auch anders genutzte „Feuerstein“ genommen.) Bei Benutzung von Feuerstein und Markasit wird mit einer stumpfen Seite des Feuersteins geschlagen (weil sonst der relativ weiche Markasitbrocken zu schnell zerstört wird). Wird ein sog. „Striker“ – meist aus Feilenstahl geschmiedetes „Feuereisen“ - benutzt, nimmt man dagegen eine besonders scharfe Kante des Feuersteins, um damit am „Striker“ entlang zu schlagen (oder umgekehrt).
(Unter den Stichwörtern Silex / Flint / Feuerstein / Feuer / Steinzeit u.a.m. finden Sie im Internet unzählige weiterführende Seiten) |